Aschezeit - Fastenzeit
40 Tage bewusster Verzicht.
Ich schaue in den Spiegel: zwischen meinen Haaren erkenne ich vereinzelt noch schwarze Rußflecken. Hier im Ruhrgebiet nichts ungewöhnliches, so könnte man denken. Hinter diesem schwarzen Flecken an meiner Stirn steckt viel mehr, viel mehr als auf den ersten Blick sichtbar und zu erkennen ist... Ich habe mich heute erneut zu meinem Glauben bekannt. Mich mit Asche segnen lassen und überlege nun, wie ich die heute beginnende Fastenzeit sinnvoll verbringen kann.
Ich wäge ab, auf was ich verzichten kann... Was ist mir wichtig, aber eigentlich purer Luxus? Was brauche ich, und ist für mich unverzichtbar? An Hand dieser Extreme setze ich mir ein Ziel: 40 Tage ohne Luxus, auf den ich im alltäglichen Leben verzichten kann. Im letzten Jahr habe ich auch schon gefastet, davor das Jahr auch, und davor... Ich habe in jedem Jahr neue Erfahrungen gemacht, der Verzicht ist manchmal schwer, manchmal aber auch leicht und man beginnt die Dinge, auf die man schwerlich verzichten wollte, zu vergessen.
Was ist mit euch? Fastet ihr auch? Habt ihr Dinge in eurem Leben, die ihr für unverzichtbar haltet? Denk mal darüber nach, worauf ihr eigentlich gut 40 Tage lang verzichten könntet. Das könnten ganz einfache Dinge sein, wie die abendliche Packung Chips und das so geliebte Feierabendbier. Für viele Menschen schon zu viel - ihren hart erarbeiteten Luxus abzugeben - undenkbar. Etwas Gutes und Richtiges wollen aber dennoch viele Menschen tun, doch wie?
Für jede Tüte Chips, die ihr nicht gegessen habt und jedes Bier was verweist im Kasten steht, könntet ihr eine Spenden-Sammlung initiieren - jeden Tag ein klein wenig - die ihr dann am Osterfest für einen guten Zweck spendet. Durchaus machbar, oder?
Wenn ihr nicht im üblichen Sinne fasten wollt, könnt ihr auch auf andere Dinge verzichten. 40 Tage ohne:
Das Handy oder Internet - trefft die Leute lieber persönlich, sie werden sich freuen!
Das eigene Auto - fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Umwelt würde es euch danken!
Den Fernseher und die Spielekonsole - geht in die Gruppenstunde, spielt mit euren Freunden!
Wenn euch das Verzichten alleine zu schwer fällt sucht euch Leute, mit denen ihr gemeinsam fastet - eure Gruppenstunden, eure Leiterrunden oder jemand aus der Familie?!
Also ich freue mich bereits jetzt und bin gespannt, was ich dieses mal spannendesüber mich und andere erfahren werde.
Viele Grüße und eine erfolgreiche Fastenzeit!
Euer
Marc Eickelkamp

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