KjGler*innen auf dem Weltjugendtag in Panama

Ein Interview mit zwei KjGlerinnen rückblickend auf die Zeit in Panama

Vanessa Paschinski und Elena Werner aus der KjG St. Michael Ummeln haben die weite Reise auf den anderen Kontinent auf sich genommen und waren live beim 34. Weltjugendtag in Panama mit dabei.

Der Weltjugendtag in Panama in drei Worten…
Vanessa:
Paradies, Freundschaft, Gemeinschaft
Elena: Begegnung, Gemeinschaft, Sonnencreme

Mein persönliches Highlight auf dem Weltjugendtag….
Vanessa:
Mein persönliches Highlight war die Nacht, die wir in Zelten auf einer Lichtung im Regenwald verbringen durften. Wir waren dort zu Gast in einem Dorf, welches sich fast ausschließlich selbst versorgt. Dadurch, dass es dort keine Elektrizität gab konnten wir nachts auf einen wunderschönen Sternenhimmel blicken.
Elena: Die Zeit am Gatúnsee und Wanderung auf dem Camino Real, einem Transportweg für Gold aus der Zeit der Kolonialisierung. Die Erfahrungen eines Weltjugendtages habe ich schon zweimal gemacht – in Madrid und Krakau – und war darum durch das Randprogramm umso überwältigter.

Damit hätte ich auf dem Weltjugendtag gar nicht gerechnet…
Vanessa:
So viele Regenbogenfahnen auf dem Abschlussfeld sehen zu dürfen und mit einigen dadurch ins Gespräch zu kommen. Schön zu sehen, das auch andere der Kirche zeigen wollten, was ihnen wichtig ist!
Elena: …dass es am Morgen des Gottesdienstes mit Papst Franziskus im Metro Park tatsächlich so früh losgeht mit dem Programm. Um 6.00 Uhr morgens wurden wir von den ohrenbetäubenden Durchsagen der Moderatoren sehr überraschend laut geweckt.

Dieser Moment brachte mich besonders zum Nachdenken… 
Vanessa: Die Armut in Panama City war wirklich erstaunlich. Direkt neben einem frisch renovierten Haus in der Altstadt stand ein heruntergekommenes altes Haus vor dem Kinder im Dreck spielten. Da habe ich sofort zu schätzen gewusst, wie behütet ich hier in Deutschland aufwachsen durfte.
Elena: Die Predigt von Stephan Schröder zum Abschluss des Weltjugendtages der Paderborner Gruppe. Wir Ummler haben zum Weltjugendtag eine Regenbogenfahne mitgenommen und versucht, auch während den Gottesdiensten und Katechesen immer wieder ein Zeichen für die Werte der KjG, Gleichberechtigung und Demokratie, zu setzen. In seiner Predigt motivierte Stephan Schröder alle Jugendlichen, weiterhin auch kritisch dabei zu bleiben, um zur Weiterentwicklung der Kirche beizutragen. Das hat mir gezeigt, dass unser Handeln auch weiterhin nicht an Wert verliert.

Der Weltjugendtag hat mich (nicht) verändert (in Verhaltens- oder Sichtweisen, in meinem Glauben), weil…
Vanessa: …ich schon vorher den Gemeinschaftsgedanke, sowohl in meinem persönlichen Glauben, als auch im Miteinander als besonders wichtig empfunden. Und genau das durfte ich dort erfahren: Gemeinschaft.
Elena: …ich auch weiterhin an eine gleichberechtigte Gesellschaft und Kirche glaube und auch bei diesem Weltjugendtag keine ausreichenden Antworten finden konnte, was genau gegen die Umsetzung dieser Überzeugung spricht. Aber ich werde mich weiterhin für meine Überzeugungen einsetzen.

Das möchte ich Menschen, die nicht live dabei sein konnten, mit auf den Weg geben…
Vanessa: Sollte euch irgendwann die Gelegenheit geboten werden den WJT miterleben zu können, schlagt diese Gelegenheit bloß nicht aus. Und falls nicht: auch im kleinen Rahmen lässt sich Glauben und Gemeinschaft erleben, ob nun in der Gemeinde oder unter Freunden.
Elena: Der Austausch der Jugendlichen im Rahmen des Weltjugendtages ist geprägt von friedlichen Begegnungen und kulturellem Austausch. Wenn du bisher nicht teilnehmen konntest/wolltest, dann versuch es doch 2021 beim Weltjugendtag in Portugal noch einmal – die Erfahrung lohnt sich!

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